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title: "Spamhaus Sender Guidelines: HELO, PTR und DMARC ab November 2026"
description: "Spamhaus erzwingt ab November 2026 HELO, PTR und passenden A-Record für jede sendende IP. Die Checkliste: DNS prüfen, DMARC aufbauen, Listungen vermeiden."
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Spamhaus Sender Guidelines E-Mail-Zustellung DNS DMARC

# Spamhaus setzt ab November 2026 durch: HELO, PTR und DMARC – die Hygiene-Checkliste für Ihre sendende Infrastruktur

Die Sender Guidelines werden ab November 2026 stufenweise durchgesetzt – was Ihre Mail-Infrastruktur jetzt braucht, mit Test-Kommandos und Checkliste.

![Alexander Kirsch-Clayton](https://digitaldomination.xyz/assets/images/alexander.webp) von [Alexander Kirsch-Clayton](https://www.linkedin.com/in/alexanderkc/), Gründer 2. November 2026 ·10 Min. Lesezeit [Digital Domination auf LinkedIn](https://www.linkedin.com/company/digidomination/) [Digital Domination auf GitHub](https://github.com/digidomination)

Spamhaus beginnt ab November 2026 mit der Durchsetzung seiner Sender Guidelines: Jede sendende IP braucht gültigen HELO, PTR-Record und passenden A-Record – sonst drohen Listungen auf CSS oder XBL. Hier sind die Anforderungen im Detail, die Prüfung in fünf Minuten und eine Checkliste zum Abhaken.

## Was ändert sich ab November 2026 – und wie schnell greift die Durchsetzung?

Ab November 2026 setzt Spamhaus die DNS-Anforderungen der Sender Guidelines stufenweise durch: Jede sendende IP braucht einen gültigen HELO-Hostnamen, einen PTR-Record und einen passenden A-Record – Verstöße landen auf CSS oder XBL, und die Einführung erstreckt sich über mehrere Monate.

Die Ankündigung wurde am 21. Oktober 2026 veröffentlicht. Für Ihre Planung heißt das: Es gibt keinen einzelnen Stichtag, an dem um null Uhr alles kippt – Spamhaus spricht von einer schrittweisen Durchsetzung über mehrere Monate. Der Start ist November 2026, und an den Anforderungen selbst ändert das nichts: Sie standen schon vorher in den Guidelines.

Zur Tragweite: Die Listen von Spamhaus werden von Empfangsservern direkt im SMTP-Dialog abgefragt. Die eigene Nutzungsdokumentation von Spamhaus beschreibt, wie Filter Verbindungen von gelisteten IPs abweisen oder deren Mail negativ bewerten sollen. Ihre Nachrichten liest dabei niemand von Hand – die Listen wirken automatisch, bei jedem Empfänger, der sie abfragt.

## Welche drei DNS-Anforderungen muss meine sendende IP erfüllen?

Drei Einträge müssen zusammenpassen: Der Hostname aus HELO/EHLO muss zur sendenden IP auflösen, die IP braucht einen PTR-Record auf einen vollständigen Domainnamen, und dieser Name muss per A-Record zurück zur selben IP auflösen – Spamhaus nennt das Forward-confirmed reverse DNS (FCrDNS).

### HELO/EHLO: der Name, den Ihr Server beim Handshake meldet

Beim Verbindungsaufbau meldet Ihr Server im HELO oder EHLO einen Hostnamen. Dieser Name muss zur sendenden IP-Adresse auflösen und über alle Verbindungen hinweg konsistent bleiben. Platzhalter sind ausdrücklich verboten: `localhost` oder ein generischer Hostname, der zum Hosting-Anbieter zeigt, nennt Spamhaus direkt als Verstoß.

### PTR: der Rückwärtsname der IP

Der PTR-Record ist der Rückwärtsname der IP – die Antwort auf die Frage „Welcher Hostname steckt hinter dieser Adresse?“. Er muss auf einen vollständigen Domainnamen (FQDN) zeigen. Für die Zuständigkeit wichtig: Den PTR setzen Sie nicht beim Domain-Registrar, sondern beim Betreiber des IP-Netzes – bei einem Root- oder Cloud-Server also beim Server-Anbieter.

### Forward-confirmed reverse DNS: der Rückweg muss stimmen

Und der Rückweg: Der PTR-Hostname muss per A-Record – bei IPv6 per AAAA – zurück zur verbindenden IP auflösen. Erst dieses Zusammenspiel heißt forward-confirmed reverse DNS. Fehlt der PTR oder passt der Rückweg nicht, verweigern viele Empfangssysteme die Annahme mitten im SMTP-Dialog – Ihre Mail erreicht nicht einmal den Spam-Filter, sie kommt gar nicht an.

## Wie prüfe ich meinen Server in fünf Minuten?

Die Prüfung ist schnell: IP ermitteln, PTR abfragen, Rückweg kontrollieren und den HELO-Banner per Test-Mail an `helocheck@abuseat.org` prüfen – der Spamhaus-DNS-Check zeigt dazu die Listungs-Sicht.

Schritt eins – Bestandsaufnahme. Ermitteln Sie die IP, über die Ihre Mail tatsächlich läuft; bei Shop, CRM und Newsletter-Werkzeug ist das nicht immer dieselbe wie die der Website. Lesen Sie zuerst, was vorhanden ist, und notieren Sie jeden Ist-Wert, bevor Sie irgendetwas ändern. Auf Windows übernimmt `nslookup` dieselben Abfragen.

```
# 1. IP des sendenden Servers ermitteln
dig +short mail.beispiel.de
# → 203.0.113.10   (Beispieladresse; unten Ihre eigene IP einsetzen)

# 2. PTR-Record dieser IP (Reverse-DNS)
dig +short -x 203.0.113.10
# → mail.beispiel.de

# 3. Rückweg: A-Record des Namens aus Schritt 2
dig +short mail.beispiel.de
# → 203.0.113.10  (muss zur IP aus Schritt 1 passen)
```

Schritt zwei – der HELO-Banner. Schicken Sie vom zu prüfenden Server eine Mail an `helocheck@abuseat.org`. Die automatische Antwort zitiert zurück, welchen Hostnamen Ihr Server im HELO gemeldet hat – so sehen Sie in zehn Sekunden, ob dort Ihr echter Servername steht oder ein Platzhalter. Das Tool verlinkt Spamhaus selbst in den Sender Guidelines.

Schritt drei – die Spamhaus-Sicht. Der DNS-Check, den Spamhaus in den Guidelines verlinkt, nimmt Ihre Domain oder IP und zeigt, ob und wo Sie gelistet sind. Wiederholen Sie den Lookup gelegentlich – nicht erst, wenn eine Mail nicht ankommt.

Gilt für jede Änderung: Einen Record nach dem anderen, den alten Wert gesichert, die TTL im Blick. Keine DNS-Änderung wirkt sofort und keine ist risikofrei – Caches antworten bis zum Ablauf der TTL mit dem alten Wert.

## Was verlangt Spamhaus sonst noch – SPF, DKIM, DMARC und der Rest?

Über die drei DNS-Records hinaus verlangt Spamhaus SPF und DKIM auf jeder sendenden Domain, einen veröffentlichten DMARC-Record mit definierter Policy, DKIM-Signaturen mit mindestens 1.024 Bit, eine Bounce-Rate unter 5 % und für kommerzielle Massenversender den One-Click-Abmeldelink nach RFC 8058.

- SPF: gültiger Record für die sendende Domain, innerhalb des 10-DNS-Lookup-Limits. Pro Domain gibt es genau einen `v=spf1`-Record – bearbeiten Sie den bestehenden, statt einen zweiten anzulegen. Bevor Sie den Record auf `-all` zuspitzen, nehmen Sie jeden legitimen Absender auf: Newsletter-Werkzeug, Shop, CRM, Rechnungsversand, Kontaktformular.
- DKIM: jede ausgehende Nachricht trägt eine gültige Signatur, mit mindestens 1.024-Bit-Schlüssel; 2.048 Bit sind empfohlen. Den Schlüssel erzeugt Ihr Mail-Anbieter – Sie hinterlegen nur den öffentlichen Teil im DNS. Manche Versende-Dienste bieten höchstens 1.024 Bit; das ist eine Anbieter-Grenze, keine Fehlkonfiguration.
- DMARC: ein Record mit definierter Policy, veröffentlicht für die sendende Domain – wie Sie die Policy sauber aufbauen, steht im nächsten Absatz.
- Bounce-Rate: insgesamt unter 5 % – gemessen über alles, was Ihre Domain verschickt, nicht über eine einzelne Kampagne.
- One-Click-Abmeldung: kommerzielle Massenversender setzen den Header `List-Unsubscribe-Post` mit `List-Unsubscribe=One-Click` nach RFC 8058, damit Empfänger direkt aus dem Postfach abmelden können.

DMARC ist eine Rampe, kein Sprung – auch wenn Spamhaus formal nur eine definierte Policy verlangt. Der saubere Weg: Start mit `p=none` und einer Report-Adresse (rua-Tag), die jemand tatsächlich liest. `p=none` bittet Empfänger um keine besondere Behandlung fehlschlagender Mail – es geht um Auswertung, nicht um Wirkung. Lesen Sie die Reports, bereinigen Sie jeden legitimen Absender, bis die Zahlen sauber sind, und steigen Sie dann auf `p=quarantine` und als Ziel `p=reject`. Ein guter Schlusscheck vor `p=reject`: eine echte Test-Mail je Absender, deren Kopfzeilen SPF, DKIM und DMARC bestätigen – sie ergänzt die Reports, ersetzt sie aber nicht.

## Warum sind deutsche Versender mit Double Opt-in im Vorteil?

Spamhaus verlangt Confirmed Opt-in für alle Abonnenten – strenger als Gmail und Yahoo, die in ihren veröffentlichten Anforderungen keine vollständige Doppelbestätigung erzwingen. Wer in Deutschland schon mit Double Opt-in arbeitet, erfüllt diese Zeile der Guidelines heute schon.

Zum Vergleich Gmail: Seit dem 1. Februar 2024 gelten für Absender mit mehr als 5.000 Nachrichten pro Tag an Gmail-Konten die Bulk-Anforderungen – darunter die Bitte, jede Empfängeradresse vor dem Abo zu bestätigen, und eine Spam-Rate unter 0,30 % laut Postmaster Tools. Eine verpflichtende Doppelbestätigung ist das nicht.

Yahoo begann die Durchsetzung seiner Standards ebenfalls im Februar 2024: SPF und DKIM, eine gültige DMARC-Policy ab mindestens `p=none`, die die Prüfung besteht, ein One-Click-Abmeldelink, die Umsetzung von Abmeldungen innerhalb von zwei Tagen und eine Spam-Rate unter 0,3 %. Ein Confirmed-Opt-in-Zwang fehlt auch hier.

Spamhaus dreht die Schraube weiter: bestätigtes Opt-in für alle Abonnenten, jede Empfängeradresse per Klick auf einen Link in einer Bestätigungsmail verifiziert. Gekaufte, gemietete oder gescrapte Listen sind ausdrücklich verboten – und fehlende Erlaubnis zählt bei Spamhaus zu den zwei häufigsten Listungs-Gründen überhaupt. Wer in Deutschland Newsletter verantwortet, hat Double Opt-in in der Regel ohnehin im Einsatz. Das ist der eine Punkt der Guidelines, an dem deutsche Absender ohne Aufwand vorne liegen.

## Was bedeutet die Zero-Reputation-Domain-Liste für neue Projekte?

Domains, die in den vergangenen 24 Stunden registriert wurden, landen automatisch auf der Spamhaus-Liste Zero Reputation Domains (ZRD) – die Listung läuft nach 24 Stunden von selbst aus.

Die Logik dahinter: Frisch registrierte Domains werden von legitimen Organisationen selten sofort benutzt – also landen sie auf einer Beobachtungsliste ganz ohne Reputation. Das ist kein Vorwurf gegen Ihre neue Domain, und es ist auch keine dauerhafte Blocklist: Der Eintrag verschwindet nach 24 Stunden automatisch.

Für Ihre Planung heißt das: Eine neue Domain, die am ersten Tag Mail verschickt – ein Relaunch, eine umbenannte Marke, ein neues Nebenprojekt – stößt bei Empfangssystemen, die ZRD abfragen, womöglich auf Verzögerung oder Ablehnung. Das ist kein Grund zur Panik, aber ein Grund zur Geduld: Schicken Sie die erste große Kampagne nicht innerhalb der ersten 24 Stunden nach der Registrierung raus, sondern warten Sie die Frist einfach aus.

## Was macht eine Listung konkret mit meiner Zustellung?

Das entscheidet der Empfangsserver: Spamhaus empfiehlt, Verbindungen von IPs auf SBL, XBL oder PBL direkt abzulehnen – und Mail negativ zu bewerten, wenn gelistete IPs erst tiefer in den Received-Kopfzeilen auftauchen (SBL, CSS oder XBL).

Kurz: Dieselbe Listung wirkt je nach Empfänger völlig unterschiedlich. Manche Server lehnen im SMTP-Dialog ab – Sie bekommen einen Bounce zurück. Manche werten die Mail nur negativ – sie landet still im Spam-Ordner. Manche verschieben und wiederholen – Sie sehen temporäre Fehler im Log. Am unangenehmsten ist die stille Variante, weil sie niemandem auffällt, bis ein Kunde nachfragt, wo seine Bestätigung bleibt.

CSS listet automatisch und heuristisch: IP-Adressen, die E-Mail mit niedriger Reputation verschicken. Eine CSS-Listung läuft im Regelfall drei Tage nach der letzten Erkennung aus, und Spamhaus erlaubt schnelle Selbst-Entfernungen ohne Rückfragen – innerhalb gewisser Grenzen und erst, nachdem die Ursache gefunden und behoben wurde.

XBL ist der Ernstfall: Die Liste enthält IP-Adressen von Geräten, die Dritte über Exploits übernommen haben – übernommene Server, über die fremde Personen versenden. Die Empfehlung von Spamhaus für Betreiber ist entsprechend scharf: Port 25 am Router beziehungsweise der Firewall schließen und den Zugriff auf bekannte Mailserver beschränken. Steht Ihre IP auf XBL, haben Sie kein DNS-Problem, sondern ein Sicherheitsproblem.

Wie Sie eine Listung bemerken, bevor es ein Kunde tut: Beobachten Sie Ihre Bounce-Zahlen, sehen Sie sich gelegentlich jeden sendenden Host im Spamhaus-Lookup an und nehmen Sie gehäufte temporäre Fehler ernst. Eine Garantie, jede Listung vorherzusehen, gibt es nicht – aber wer seine eigenen Bounces nicht sieht, erfährt Listungen erst aus der Frage eines Kunden.

## Was geht auf selbst verwalteten Servern am häufigsten schief?

In den Audits, die ich durchführe, ist der HELO-Banner der häufigste Einzelfehler auf selbst verwalteten Mailservern – fast immer, weil der Server einen Platzhalter meldet, statt seines echten, auflösenden Namens.

Ein frisch installierter Mailserver macht den Fehler nicht laut, und im Betriebsalltag fällt er erst auf, wenn ein Empfänger ablehnt. Die Test-Mail an `helocheck@abuseat.org` zeigt ihn in einer Minute. In Postfix regelt die Einstellung `myhostname` in der `main.cf`, welchen Namen der Server meldet – und ohne Eingriff steht dort häufig ein Platzhalter oder der generische Name der Installation statt eines vollständigen, auflösenden Domainnamens.

Bei Hetzner – und analog bei anderen Anbietern von Root- und Cloud-Servern – kommt das Problem von unten dazu: PTR-Records für Hetzner-IPs verwaltet Hetzner selbst, und im Auslieferungszustand zeigen sie auf ein generisches Muster wie `static.1.113.0.203.clients.your-server.de` – genau der „generic hostname“, vor dem Spamhaus warnt. Den rDNS-Eintrag Ihrer Server-IP ändern Sie in der Hetzner Console unter Networking; das DNS-Panel Ihrer Domain ist dafür nicht zuständig.

Für alles gilt der einfache Satz aus den ESP-Guidelines von Spamhaus: HELO, PTR und A-Record sollen denselben Hostnamen tragen. Konkret auf einem eigenen Mailserver: Wählen Sie einen Namen wie `mail.beispiel.de`, richten Sie dessen A-Record auf die Server-IP, den PTR beim Anbieter auf denselben Namen, und stellen Sie den HELO des Servers ebenfalls darauf – ein Record nach dem anderen, mit gesichertem alten Wert und mit der TTL im Blick.

## Die Hygiene-Checkliste vor November 2026

Die folgende Liste ist zum Abhaken gedacht – drucken Sie sie aus oder kopieren Sie sie in Ihre Aufgabenliste. Die Reihenfolge ist Empfehlung: DNS zuerst, Authentifizierung danach, Verhalten zuletzt.

```
[ ] HELO/EHLO: Hostname löst zur sendenden IP auf, bleibt konsistent, kein Platzhalter
[ ] PTR: Reverse-Eintrag der sendenden IP zeigt auf einen vollständigen Domainnamen
[ ] FCrDNS: A-Record des PTR-Hostnamens löst zurück zur selben IP (AAAA bei IPv6)
[ ] HELO, PTR und A-Record tragen denselben Hostnamen
[ ] SPF: genau ein v=spf1-Record pro Domain, innerhalb der 10 DNS-Lookups
[ ] DKIM: gültige Signatur auf jeder Mail, Schlüssel ab 1024 Bit (2048 empfohlen)
[ ] DMARC: Record mit Policy veröffentlicht, Reports werden gelesen
[ ] Bounce-Rate insgesamt unter 5 Prozent
[ ] List-Unsubscribe-Post mit One-Click (RFC 8058) für kommerzielle Massenversender
[ ] Confirmed Opt-in für alle Empfänger; keine gekauften, gemieteten oder gescrapten Listen
[ ] Neue Domains: ZRD-Beobachtung der ersten 24 Stunden eingeplant
[ ] Spamhaus-Lookup für jede sendende IP und Domain (CSS, XBL), gelegentlich wiederholt
```

## Woran erkenne ich, dass nicht meine DNS schuld ist?

Wenn HELO, PTR und A-Record sauber sind und Mail trotzdem nicht ankommt, schauen Sie zuerst auf das Status-Dashboard Ihres Anbieters – bevor Sie an Ihrer Konfiguration drehen.

Ein Beispiel aus diesem Oktober: Exchange Online verzeichnete ab dem 27. Oktober 2026, 16:13 Uhr UTC, eine Störung von 8 Stunden und 45 Minuten mit Warnstufe. Betroffen war laut Meldung der Zugriff über REST-APIs – zeitweise Fehler oder Ausfälle beim Zugriff auf Exchange Online. Als Ursache nannte Microsoft eine Konfigurationsänderung an einer Verzeichnisdienst-Komponente, die zurückgenommen wurde.

Für Ihre Diagnose zählt die Lehre, nicht das Datum: Bevor Sie zwei Stunden in Ihre DNS-Konfiguration investieren, öffnen Sie die Status-Seite Ihres Mail-Anbieters und die Ihrer Plattform. Manchmal ist die Infrastruktur, auf der Sie aufbauen, selbst gerade das Problem – und Ihre Records sind völlig in Ordnung. Umgekehrt ersetzt ein grünes Dashboard natürlich keine Prüfung Ihrer eigenen Hygiene.

## Häufige Fragen zu den Spamhaus-Sender-Guidelines

### Gelten die Spamhaus-Anforderungen auch für kleine Versender?

Ja. Die DNS-Anforderungen gelten für jede sendende IP – ohne Volumen-Schwelle wie bei Gmail (ab 5.000 Nachrichten pro Tag) oder Yahoo. Ein kleiner Shop, der am Tag 50 Bestätigungen verschickt, erfüllt dieselben Regeln wie ein Großversender; der Aufwand dafür ist nur kleiner.

### Betrifft eine Listung auch transaktionale Mail?

Ja. Blocklisten bewerten IP-Adressen und Domains, keine Kampagnen-Arten. Läuft die Bestellbestätigung über denselben Server wie der Newsletter, trifft die Listung beide gleich – und ausgerechnet die transaktionale Mail, von Passwort-Reset bis Kaufbestätigung, ist die, die ankommen muss.

### Wie komme ich von einer Liste wieder herunter?

Entfernungs-Anträge stellt der registrierte Eigentümer der IP oder Domain – nicht per E-Mail und nicht über VPN oder Proxy; ein Antrag garantiert keine Entfernung. Bei CSS sind Selbst-Entfernungen schnell möglich, aber erst nach der Behebung der Ursache – und die Listung läuft ohnehin drei Tage nach der letzten Erkennung aus, eine ZRD-Listung nach 24 Stunden von selbst.

### Reicht p=none als DMARC-Policy?

Als Startpunkt ja, als Ziel nein. Spamhaus verlangt einen DMARC-Record mit definierter Policy für die sendende Domain, Yahoo akzeptiert mindestens `p=none`. `p=none` bittet Empfänger um keine besondere Behandlung fehlschlagender Mail – es wertet aus, es wirkt nicht. Die Rampe lautet: Reports lesen, Absender bereinigen, dann `p=quarantine`, dann `p=reject`.

### Was passiert, wenn ich nichts tue?

Ab November 2026 steigt das Risiko, dass eine sendende IP mit schlampigem HELO, fehlendem PTR oder unpassendem A-Record auf CSS oder XBL landet – mit Bounces, Spam-Ordner und verlorenen transaktionalen Mails als Folge. Die Prüfung dauert fünf Minuten, die Behebung auf einem eigenen Server einen Nachmittag. Das Verhältnis von Aufwand zu Risiko spricht für sich.

## Der nächste Schritt

Die fünf-Minuten-Prüfung aus diesem Artikel können Sie heute selbst erledigen: dig, helocheck, Spamhaus-Lookup. Was darüber hinaus Zeit kostet: die SPF-Bereinigung über mehrere Absender, der Aufbau einer DMARC-Rampe samt Report-Auswertung, das Zusammenspiel von Newsletter-Werkzeug, Shop und CRM. Je nach Zahl der Absender ist das ein Nachmittag oder ein kleines Projekt über mehrere Runden.

Wenn Sie wollen, übernehmen wir das: Wir prüfen Ihre sendende Infrastruktur – HELO, PTR, FCrDNS, SPF, DKIM, DMARC –, richten die DNS-Records ein und bauen die DMARC-Rampe mit Ihnen auf. Schreiben Sie uns über die [Kontaktseite](https://digitaldomination.xyz/kontakt) mit Ihrer Domain; Sie bekommen ein Angebot zum Festpreis zurück.

## Quellen

1. [Spamhaus Resource Hub – Spamhaus Sender Guidelines (Ankündigung der Durchsetzung)](https://www.spamhaus.org/resource-hub/deliverability/spamhaus-sender-guidelines/) (abgerufen 2026-11-02)
2. [Spamhaus Sender Guidelines – offizielle Anforderungen](https://www.spamhaus.org/sender-guidelines/) (abgerufen 2026-11-02)
3. [Spamhaus – ESP & Large Sender Guidelines](https://www.spamhaus.org/sender-guidelines/esp-large-senders/) (abgerufen 2026-11-02)
4. [Google – Email Sender Guidelines (Gmail)](https://support.google.com/mail/answer/81126?hl=en) (abgerufen 2026-11-02)
5. [Yahoo Sender Hub – Best Practices](https://senders.yahooinc.com/best-practices/) (abgerufen 2026-11-02)
6. [Spamhaus FAQ – Zero Reputation Domain (ZRD)](https://www.spamhaus.org/faqs/zero-reputation-domain-zrd/) (abgerufen 2026-11-02)
7. [Spamhaus FAQ – Combined Spam Sources (CSS)](https://www.spamhaus.org/faqs/combined-spam-sources-css/) (abgerufen 2026-11-02)
8. [Spamhaus Datasets – SMTP Checks (Real-World Usage)](https://docs.spamhaus.com/datasets/docs/source/40-real-world-usage/smtp/020-SMTP-Checks.html) (abgerufen 2026-11-02)
9. [Spamhaus FAQ – Exploits Blocklist (XBL)](https://www.spamhaus.org/faqs/exploits-blocklist-xbl/) (abgerufen 2026-11-02)
10. [Spamhaus FAQ – General Questions (Removals)](https://www.spamhaus.org/faqs/general-questions/) (abgerufen 2026-11-02)
11. [Hetzner Docs – PTR Record](https://docs.hetzner.com/networking/dns/record-types/ptr-record/) (abgerufen 2026-11-02)
12. [StatusGator – Exchange Online Status-Historie](https://statusgator.com/services/exchange-online) (abgerufen 2026-11-02)
13. [365Fanatic – Microsoft 365 Status EX1527500](https://www.365fanatic.com/m365-status/EX1527500/) (abgerufen 2026-11-02)
