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title: "Web-Agentur-Angebote vergleichen: Zeile für Zeile erklärt"
description: "Preise von 1.000 bis 10.000 € bei identischer Anfrage: So lesen Sie Web-Agentur-Angebote Zeile für Zeile – Checkliste, Dreijahresrechnung, FAQ."
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Angebotsvergleich Website-Kosten Festpreis Web-Agentur

# Gleiche Anfrage, zehnfacher Preis: Wie Sie Web-Agentur-Angebote Zeile für Zeile vergleichen

Eine verdeckte Feldstudie, zehn belastbare Zahlen – und Checkliste, Dreijahresrechnung und E-Mail-Vorlage für den nächsten Angebotsvergleich.

![Alexander Kirsch-Clayton](https://digitaldomination.xyz/assets/images/alexander.webp) von [Alexander Kirsch-Clayton](https://www.linkedin.com/in/alexanderkc/), Gründer 19. Oktober 2026 ·10 Min. Lesezeit [Digital Domination auf LinkedIn](https://www.linkedin.com/company/digidomination/) [Digital Domination auf GitHub](https://github.com/digidomination)

Zwischen Mai und Juli 2026 erhielten 248 Agenturen in Deutschland, Österreich und der Schweiz dieselbe Anfrage: eine WordPress-Website mit vier bis sechs Seiten, Texte und Bilder geliefert. Die Angebote, die zurückkamen, reichten von 1.000 bis 10.000 € netto – der Median lag bei 2.800 €. Dieser Beitrag decodiert solche Angebote Zeile für Zeile.

Die Anfrage war getarnt: Eine veröffentlichte Feldstudie des Webdesign-Anbieters Happy Heroes gab sich als Münchner Handwerksbetrieb aus und verschickte dasselbe Briefing an 248 Agenturen im DACH-Raum. 92 von ihnen haben geantwortet – eine Rücklaufquote von 37 Prozent. Nur 36 nannten ohne vorheriges Telefonat einen Preis; alle anderen wollten erst telefonieren. Mir landen Angebote von Kunden regelmäßig vor der Unterschrift auf dem Tisch. Fast immer gilt: Die Zahl auf der ersten Seite ist die am wenigsten verlässliche im ganzen Dokument. Sie verrät nicht, was enthalten ist, was dazukommt und was in drei Jahren läuft.

Eine zweite, parallel durchgeführte Erhebung im Raum Zürich fällt noch drastischer aus: 40 Anbieter, identisches Briefing für eine siebenseitige KMU-Website, Offerten von 790 bis 47.500 Franken. Das ist Faktor 60; neun der 40 Agenturen haben nie geantwortet, was die Autoren selbst als Befund werten. Beide Studien sind Anbieterpublikationen, keine akademische Forschung. Die Spannen passen aber zu einer unabhängigen Auswertung von 47 echten Angeboten für ähnliche Projekte: 3.200 bis 32.400 US-Dollar, vom günstigsten bis zum teuersten. Die Autoren nennen es das Zehnfache-Problem.

Der Hauptgrund ist banal: Für zwei Agenturen bedeutet „eine Website bauen“ zwei verschiedene Jobs. Die eine zerlegt das Briefing in Discovery, Wireframes, Design, Umsetzung, Texterstellung, Testing und Übergabe; die andere installiert ein Theme, füllt es und übergibt. Wenn ein Angebot nicht sagt, wer die Texte schreibt, wie viele Korrekturschleifen enthalten sind und wie tief der Prozess ist, vergleichen Sie keine Leistungen, sondern Höflichkeitsformulierungen. Die Auswertung der 47 Angebote zeigt zusätzlich einen Größeneffekt: Große Agenturen berechnen für dieselben Positionen das 1,8–2,5-Fache.

Die Zürcher Vergleichsstudie hat denselben Effekt positionsgenau gemessen: On-Page-SEO war in 43 Prozent der Offerten enthalten, in 48 Prozent kostete es extra, 9 Prozent boten es gar nicht an. Das Hosting des ersten Jahres war in 52 Prozent der Fälle inklusive – was danach folgt, stand meist nirgends. Zwei Runden Textkorrekturen enthielten nur 61 Prozent. Im Klartext: Wenn zwei Offerten denselben Preis nennen, können sie trotzdem komplett verschiedene Dinge bedeuten.

Dazu kommen drei Kostenpositionen, die in vielen Angeboten stillschweigend fehlen: Lizenzen, Wartung und Hosting. Die DACH-Feldstudie zeigt, wie groß die Löcher werden können: Wartung kostet je nach Leistungsumfang 16 bis 558 € im Monat, das Hosting-Median liegt bei 10 € im Monat, ein Logo im Median bei 495 €. Ein Angebot, das diese Positionen ausblendet, ist kein günstiges Angebot. Es ist ein unverständliches.

Bevor wir einzelne Positionen decodieren, das Grundgerüst. Jedes Angebot, das Sie ernst nehmen können, enthält diese sieben Zeilen – nicht irgendwo in einem Telefonat, sondern schriftlich im Dokument:

- **Leistungsumfang:** jede Einzelleistung benannt – Seiten, Funktionen, Texterstellung, Bildbearbeitung; nicht „Website“ als einzelnes Wort.
- **Eigentum:** eine schriftliche Aussage, dass Code und Design nach Abschluss an Sie übergehen.
- **Hosting:** wo die Site läuft, auf wessen Vertrag, was das erste Jahr und was die Folgejahre kosten.
- **Lizenzen:** welche Plugin- und Theme-Lizenzen enthalten sind, wem sie gehören und was jährlich anfällt.
- **Wartung:** ob es ein Pflegeangebot gibt, was es monatlich kostet, was es umfasst und ob sein Abschluss Pflicht ist.
- **Korrekturschleifen:** wie viele enthalten sind und was jede weitere kostet.
- **Exit:** was bei einer Kündigung passiert – Übergabe, Datenexport, Fristen.

Das ist eine Hygiene-Checkliste, kein Warnsystem. Ein Angebot ohne diese sieben Zeilen muss nicht unseriös sein – aber es ist unvollständig, und die Lücken füllt später Ihre Rechnung. Fehlt eine Zeile, fragen Sie nach ihr. Die Antwort gehört ins Dokument, nicht ins Telefonat.

Viele WordPress-Sites laufen auf bezahlten Komponenten: ein Theme, ein paar Plugins, vielleicht ein Page-Builder. In einer Zeile wie „Lizenzen inklusive“ steckt die entscheidende Frage: gebündelt oder übertragen? Gebündelt heißt, die Agentur hält eine Entwicklerlizenz für all ihre Kundenprojekte. Das ist nicht verboten und oft günstiger – aber ziehen Sie weiter, enden die Updates, und die Lizenzen laufen auf dem Konto der Agentur, nicht auf Ihrem. Übertragen heißt, Sie bekommen eigene Konten bei den Anbietern und zahlen dort direkt. Beides ist legitim. Entscheidend ist nur, dass dasteht, welches Modell gilt – und was passiert, wenn Sie die Agentur wechseln.

Agenturen verkaufen Hosting oft weiter, mit Aufschlag. Auch das ist ein legitimes Geschäftsmodell – Betreuung, Updates und ein Ansprechpartner müssen bezahlt werden. Undurchsichtig wird es, wenn der Aufschlag unsichtbar bleibt. Das Hosting des ersten Jahres war in der Zürcher Vergleichsstudie in 52 Prozent der Offerten inklusive; was in Jahr zwei folgt, stand in den wenigsten. Fragen Sie nach dem Monatspreis ab Jahr zwei und danach, auf wessen Namen der Vertrag läuft. Das Hosting-Median von 10 € im Monat aus der DACH-Studie ist eine brauchbare Referenz: Alles deutlich darüber sollte im Angebot als eigene Leistung benannt und erklärt sein, nicht als Selbstverständlichkeit durchgewunken werden.

Ein Stundensatz ist ein Preis pro Stunde, nicht der Preis für das Projekt. Der Median-Stundensatz US-amerikanischer Agenturen lag bei 125 US-Dollar – eine Zahl, die ohne Stundenschätzung nichts aussagt: Zehn Stunden machen 1.250 Dollar, 40 machen 5.000 Dollar, und beides stünde als dieselbe Zeile im Angebot. Die Auswertung der 47 Angebote empfiehlt einen einfachen Kniff, den ich Ihnen ebenfalls empfehle: Bitten Sie bei jedem Angebot um beide Varianten, Festpreis und auf Stundenbasis. Die Differenz zwischen beiden ist die Marge der Agentur – und damit Ihr Verhandlungsraum.

„Nach Absprache“, „zzgl. Aufwand“, „auf Anfrage“ – solche Formulierungen sind keine Bonuspunkte, sie sind offene Rechnungen. Jede Position, die später nach Aufwand abgerechnet wird, braucht im Angebot zwei Angaben: den Stundensatz und eine Deckelung – einen Höchstbetrag, bis zu dem der Aufwand ohne Ihre neue Freigabe gehen darf. Ohne Deckelung wird jede Änderung im Projekt zu einer neuen Verhandlung. Und die führen Sie dann aus einer schlechten Position, weil die Site halbfertig ist.

Wann ist welcher Ansatz fair? Der Festpreis passt, wenn der Umfang definierbar ist – und eine kleine Business-Website ist fast immer definierbar. Der Stundensatz passt, wenn der Umfang offen ist: laufende Änderungen, ein Relaunch in Etappen, ein Produkt, das sich erst während des Projekts herausbildet. Die Zürcher Studie zeigt die Praxis: Von 31 eingegangenen Offerten waren nur 6 echte Pauschalpreise, die übrigen enthielten variable Bestandteile. Drei Agenturen verlangten für ein erstes Angebot sogar ein bezahltes Erstgespräch von 150–350 Franken – Sie zahlen dort für das Privileg, ein Angebot erhalten zu dürfen.

Für den Vergleich hilft eine Dreijahresrechnung. Hier drei Musterangebote – konstruiert, aber mit Zahlen aus den Spannen der Studien –, deren Varianten mir beim Durchsehen von Angeboten immer wieder begegnen:

```
                        Angebot A    Angebot B    Angebot C
Bau (einmalig)           1.000 €      2.800 €     10.000 €
Hosting pro Monat           40 €         10 €         10 €
Wartung pro Monat          150 €         60 €     inklusive
Korrekturschleifen        zzgl.      2 inkl.      3 inkl.
----------------------------------------------------------
Jahr 1 gesamt           3.280 €      3.640 €     10.120 €
Drei Jahre gesamt       7.840 €      5.320 €     10.360 €
```

Angebot A wirkt beim Bau 1.800 € günstiger als das Median-Angebot B. Nach exakt 15 Monaten haben beide gleich viel gekostet – ab dann zahlt A jeden Monat 120 € mehr, und nach drei Jahren ist das scheinbar billigste Angebot 2.520 € teurer als das mittlere. Angebot C ist transparent, aber schlicht teuer; es gewinnt den Vergleich nie, und das ist auch seine ehrliche Botschaft. Die Muster sind konstruiert, die Methode nicht: Baukosten plus 36 Monate laufende Kosten rechnen, jede fehlende Position anfragen, dann vergleichen. Nur die Endsumme über drei Jahre ist ein Preis. Alles andere ist eine Momentaufnahme.

Die naheliegende Frage ist, ob künstliche Intelligenz das alles nicht längst verbilligt hat. Eine globale Befragung von über 300 Webentwicklungs-Unternehmen durch GoodFirms kommt zu einem klaren Befund: 98 Prozent setzen KI in ihren Workflows ein – gesenkt haben die Preise das nicht. Einfache, weitgehend KI-generierte Seiten wurden billiger; komplexe Projekte hielten den Preis oder wurden teurer. Der US-Markt bestätigt das Bild: Laut dem Lindo-Bericht von April 2026 nutzen 71 Prozent der Agenturen KI-Tools, und der Medianpreis für eine fünfseitige Kleinunternehmer-Site stieg binnen eines Jahres um 12 Prozent auf 3.850 US-Dollar.

Warum fällt das nicht durch? Weil ein Festpreis Effizienz ehrlich auffängt. Wenn eine Agentur dieselbe Leistung in weniger Stunden erbringt, ist das zunächst ihr Ertrag – und auf Dauer hält der Markt das nicht aus: Effizienzvorsprünge werden über den Wettbewerb zu Preissenkungen, nicht über einzelne nachverhandelte Rechnungen. Wer dagegen bei jedem Kunden neu diskutieren will, ob KI wohl Stunden gespart hat, öffnet jede Rechnung rückwirkend. Das funktioniert in keine Richtung.

Zwei Situationen kenne ich, in denen ein Rabatt tatsächlich fällig ist – und in beiden können Sie freundlich, aber bestimmt fragen. Erstens bei Serienproduktion: Wenn die Agentur dasselbe Layout zum fünften Mal aufsetzt und im Wesentlichen Ihre Inhalte einfüllt, ist der Aufwand ein anderer als beim ersten Mal – das gehört in den Preis. Zweitens bei Inhalten: Wenn Texte weitgehend von KI entworfen werden und die Rechnung so aussieht, als hätte ein Redakteur tagelang formuliert, ist die Position überzahlt. Beides fällt nicht vom Himmel – beides lässt sich erfragen, bevor Sie unterschreiben.

Die Studien liefern Zahlen für zwei Sorten von Signalen. Die roten zuerst:

- **Preis nur auf Anfrage:** Nur 41 Prozent – 30 von 73 – der geprüften US-Agenturen veröffentlichen überhaupt einen Preis; wo einer steht, beginnt der günstigste beim Median von 2.125 US-Dollar.
- **Keine Eigentumsaussage:** Nur 15 Prozent – 11 von 73 – schreiben irgendwo auf ihre Website, dass der Kunde die fertige Site, den Code oder das Design besitzt.
- **Unbestimmte Korrekturschleifen** und „zzgl. Aufwand“ ohne Deckelung.
- **Ein bezahltes Erstgespräch,** bevor es überhaupt ein Angebot gibt.
- **Keine Bauzeit:** Nur 30 Prozent der geprüften Agenturen nennen eine Umsetzungsdauer – eine fehlende Terminaussage ist ein Projektrisiko, das Sie tragen.

- **Veröffentlichte Preise,** die Sie mit anderen Angeboten vergleichen können.
- **Benannte Einzelleistungen** statt „Website“ als Sammelbegriff.
- **Eine schriftliche Eigentumsregelung** für Code und Design.
- **Eine Exit-Regel** mit Übergabe, Datenexport und Fristen.
- **Schriftliche Antworten auf schriftliche Nachfragen** – kein Ausweichen ins Telefonat.

Zum Eigentum noch der Hintergrund, weil ihn kaum jemand kennt: Nach US-amerikanischem Urheberrecht gehört das Copyright an Code und Design automatisch der Person oder Firma, die es erstellt hat. Bezahlen Sie die Schlussrechnung, gehört das Copyright immer noch der Agentur – übertragen wird nur, was schriftlich im Vertrag steht. Das Grundprinzip gilt auch hierzulande: Übertragen wird nur, was vertraglich eingeräumt wird. Eigentum an einer Website hat ohnehin vier Teile, die Sie getrennt betrachten sollten: Domain, Hosting, Code und Design, Inhalte. Auf Baukastenplattformen wie Wix, Squarespace oder Shopify gibt es an Code und Design schlicht nichts, das übergehen könnte – das gehört der Plattform.

Wir veröffentlichen unsere Preise aus genau diesem Grund. Unser [KI-Sichtbarkeits-Audit](https://digitaldomination.xyz/leistungen/ki-sichtbarkeits-audit) kostet 390 €, Festpreis – Sie können diesen Posten also mit jedem anderen Angebot vergleichen, bevor Sie uns auch nur eine E-Mail schreiben. Auf derselben Seite stehen die Festpreise der möglichen nächsten Schritte. Kein Anruf, keine Preisverhandlung, bevor Sie wissen, was es kostet.

Am schnellsten bringen Sie ein unvollständiges Angebot in vergleichbare Form: eine einzige E-Mail mit allen Nachfragen. Hier eine Vorlage, die Sie direkt übernehmen können – in Ihre Antwort auf das Angebot kopieren, die Klammern ausfüllen, abschicken:

```
Betreff: Nachfragen zu Ihrem Angebot vom [Datum]

Sehr geehrte Damen und Herren,

bevor wir den Auftrag vergeben, möchten wir folgende
Punkte schriftlich geklärt haben:

1. Welche Einzelleistungen sind im genannten Preis enthalten,
   welche kommen zusätzlich hinzu?
2. Wie viele Korrekturschleifen sind enthalten, und was kostet
   jede weitere?
3. Wer verfasst die Texte – Ihr Team oder wir?
4. Gehen Code und Design nach Abschluss vollständig an uns
   über, ausdrücklich schriftlich im Vertrag?
5. Läuft der Hosting-Vertrag auf Ihren Namen oder auf unseren?
   Was kostet das Hosting im ersten Jahr und in den Folgejahren?
6. Welche Plugin- und Theme-Lizenzen sind enthalten, auf wessen
   Kundenkonto laufen sie, und welche Kosten fallen jährlich an?
7. Gibt es ein Wartungsangebot? Was kostet es monatlich, was
   umfasst es, und ist der Abschluss verpflichtend?
8. Welchen Stundensatz berechnen Sie für Leistungen außerhalb
   des Umfangs, und wie deckeln Sie den Aufwand?
9. Wie lange dauert die Umsetzung ab Freigabe, und welche
   Meilensteine gibt es zwischendurch?
10. Was passiert bei einer Kündigung: Übergabe, Datenexport,
    Übergangsfristen?

Für eine Antwort in schriftlicher Form wären wir dankbar.

Mit freundlichen Grüßen
[Name]
```

Zehn Nummern, keine Boshaftigkeit: Jede dieser Fragen ist für eine professionelle Agentur Routine, und jede Antwort gehört schriftlich ins Angebot oder in den Vertrag. Ein Telefonat ist keine Grundlage, auf der Sie drei Jahre später noch nachlesen können, was zugesagt war.

Für eine typische kleine Business-Website – WordPress, vier bis sechs Seiten, Texte und Bilder geliefert – lag der Median in der DACH-Feldstudie 2026 bei 2.800 € netto, mit einer Spanne von 1.000 bis 10.000 €. In den USA lag der Median für eine fünfseitige Kleinunternehmer-Site laut Lindo bei 3.850 US-Dollar, 12 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Dazu kommen laufende Kosten: 16 bis 558 € im Monat für Wartung je nach Umfang und rund 10 € im Monat für Hosting. Planbar wird der Preis aber erst mit einem Angebot, das die sieben Pflichtzeilen enthält.

Weil „Website“ für jede Agentur etwas anderes bedeutet. Die Zürcher Vergleichsstudie hat das gemessen: On-Page-SEO war nur in 43 Prozent der Offerten enthalten, zwei Korrekturrunden nur in 61 Prozent. Dazu kommt ein Größeneffekt – große Agenturen berechnen dieselben Positionen mit dem 1,8–2,5-Fachen – und Kostenpositionen, die stillschweigend fehlen: Lizenzen, Wartung, Hosting. Erst wenn jede Leistung benannt ist, vergleichen Sie Preise. Sonst vergleichen Sie Höflichkeiten.

Bei definierbarem Umfang ist der Festpreis fairer: Er benennt das Risiko des Projekts und macht die Rechnung planbar. Der Stundensatz ist fair, wenn der Umfang offen ist oder die Arbeit in Etappen passiert. Der praktische Test: Bitten Sie um beide Varianten. Die Differenz zwischen Festpreis und Stundenlohn-Schätzung ist die Marge der Agentur. Und ein Stundensatz ohne Stundenschätzung ist kein Preis, sondern eine leere Zeile.

Dann haben Sie eine Information, keine Blockade. Schicken Sie die zehn Fragen aus diesem Beitrag schriftlich nach – eine Agentur, die darauf nicht mit Zahlen antwortet, beantwortet Ihre eigentliche Frage bereits selbst. In der DACH-Feldstudie haben nur 36 von 92 antwortenden Agenturen ohne Telefonat einen Preis genannt; das Telefonat ist Teil deren Verkaufsprozesses, nicht Ihrer Vergleichsarbeit. Bleiben Sie so lange auf der schriftlichen Ebene, bis Sie vergleichen können.

Der Preisvergleich von Agentur-Angeboten ist kein Hexenwerk, aber disziplinierte Arbeit: die sieben Zeilen prüfen, fehlende Positionen schriftlich nachfragen, die Dreijahresrechnung ziehen, dann vergleichen. Wenn Sie gerade ein Angebot oder zwei vor sich liegen haben und eine zweite Meinung wollen: Schicken Sie es uns über die [Kontaktseite](https://digitaldomination.xyz/kontakt). Ich lese es Zeile für Zeile und sage Ihnen, was fehlt, was zu teuer ist und was verhandelbar sein dürfte – ohne Kosten, ohne Verpflichtung, ohne Telefonat als Voraussetzung.
